Russland

Putin: Russische Wirtschaft befindet sich in einem "Strukturwandel"

Die westlichen Sanktionen haben Russland dazu veranlasst, sich mehr auf die verarbeitende Industrie als auf Energieexporte zu konzentrieren. Diese strategische Veränderung hat sich nach Ansicht des russischen Präsidenten als vorteilhaft erwiesen.
Putin: Russische Wirtschaft befindet sich in einem "Strukturwandel"© Screenshot: RIA Novosti

Die russische Wirtschaft ist in guter Verfassung und wächst trotz des Drucks durch die westlichen Sanktionen rasch, so der russische Präsident Wladimir Putin am Neujahrstag bei einem Besuch im Wischnewski-Militärkrankenhaus in Moskau. Der Staatschef teilte vor Anwesenden mit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes im Jahr 2023 um 3,5 Prozent gestiegen sei, was nach einem Rückgang von 2,1 Prozent im Jahr 2022 eine vielversprechende Entwicklung darstelle.

Putin führte weiter aus:

"Unser BIP, der Schlüsselindikator, der zeigt, wie viel unsere Wirtschaft produziert hat, ist im Jahr 2023 um 3,5 Prozent gewachsen. Dies zeigt uns, dass unsere Wirtschaft stabil funktioniert. Wir haben unsere Verluste wettgemacht und uns weiterentwickelt. Das ist von grundlegender Bedeutung."

Weiter merkte der Präsident an, dass es zwar immer noch Probleme für die Wirtschaft gebe, etwa die steigende Inflation, "aber wir haben alles unter Kontrolle". Putin wies darauf hin, dass dieses Wachstum auf die Veränderungen zurückzuführen ist, die die Wirtschaft des Landes im vergangenen Jahr durchlaufen hat, um darzulegen:

"So etwas haben wir noch nie erlebt: Während wir früher mit Öl- und Gasexporten Geld verdient haben, war 2023 das erste Jahr, in dem unsere verarbeitende Industrie viel schneller gewachsen ist und viel mehr Einnahmen erzielt hat. Was wir erleben, sind strukturelle Verschiebungen in unserer Wirtschaft, und die sind sehr wichtig."

Der Präsident ergänzte, dass die Sanktionen des Westens im Zusammenhang mit der Ukraine, einschließlich des Ausschlusses Russlands vom SWIFT-Finanztransaktionssystem und des sanktionsbedingten Rückzugs einiger großer westlicher Unternehmen vom russischen Markt, der wirtschaftlichen Stabilität Russlands keinen nachhaltigen Schaden zugefügt haben. Putin wörtlich:

"Die Unternehmen, die unseren Markt verließen, rechneten damit, dass die russische Wirtschaft zusammenbrechen würde, dass unsere Unternehmen und die Produktion nicht mehr funktionieren würden und dass Tausende Russen ihren Arbeitsplatz verlieren würden. Unsere Gegner erwarteten, dass die Menschen auf die Straße gehen und um Brot betteln würden. … [Aber] unsere Wirtschaft ist stabil und unser Finanzsystem ist ebenfalls stabil."

Putin wies darauf hin, dass die Arbeitslosenquote in Russland derzeit auf einem historischen Tiefststand von 2,9 Prozent liege, während sowohl die realen Haushaltseinkommen als auch das real verfügbare Einkommen erheblich gestiegen seien. Der Präsident wies des Weiteren darauf hin, dass sich die Abwanderung westlicher Unternehmen für die einheimischen Unternehmen sogar zu einem Vorteil entwickelte.

"Jeder dachte, dass unsere Produktion aufhören würde, weil [der Westen] keine Komponenten mehr liefert. Das ist nicht eingetreten. Ja, sie haben Probleme geschaffen, aber diese Probleme werden gerade überwunden. … Als einige ausländische Firmen abgewandert sind, haben unsere Unternehmen sofort übernommen", so Putin. Abschließend fügte er hinzu, dass Russland über genügend Talente, qualifizierte Fachleute und Manager verfüge, "um sicherzustellen, dass alles reibungslos läuft".

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