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Leserbriefe an RT DE: "Das fast schon bemitleidenswerte politische Sepukku"

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  • 10.07.2026 20:00 Uhr

    20:00 Uhr

    Leserbrief von Rainer K., 10.07.2026

    Zu: Spahn will Wahlrecht von Björn Höcke attackieren

    Jetzt will Jens Spahn dem Landes- und Fraktionschef der AfD in Thüringen, Björn Höcke, das aktive und passive Wahlrecht entziehen. "Wir stehen vor dem Abgrund", resigniert ein CDU-Abgeordneter aus Sachsen-Anhalt. Volltreffer versenkt. Hoffen wir, dass sich die Erkenntnis des Blitzmerkers in den Unionsreihen viral verbreitet.

    Der interessierte Beobachter fragt sich, wohin das fast schon bemitleidenswerte politische Sepukku bis September noch ausufern wird. Während der sachsen-anhaltinische CDU-Ministerpräsident im öffentlich-rechtlichen Fernsehen darüber sinniert, wie er die fragmentierte Demokratie endgültig austricksen will, während das Berliner Kanzlerpendant dem Chef gefährlich wird, diesem den Rang im Nasenwettbewerb abzulaufen, und Joachim Gauck zum x-ten Mal sein Unvermögen, die Welt zu erkennen, wie sie ist, bei Lanz öffentlich zelebriert, bekommt in der Führungsetage kaum jemand mit, wie weit der Verwesungsprozeß schon angesetzt hat.

    Offensichtlich ist nicht nur die ausgeprägte Befähigung zur asozialen Lüge eine Basisvoraussetzung für eine Parteikarriere, sondern zusätzlich die Gnade der vollkommenen Erkenntnisresilienz. Nun ist das selbstverständlich gut so. Wir müssen uns darüber freuen, und der Bundesschatzmeister der Blauen kann getrost geplante Wahlkampfmittel anderweitig verwenden.

    Den nächsten Rohrkrepierer läßt jetzt der Chef der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag, Jens Spahn, krachen. Der faselt neuerdings davon, Björn Höcke, Landes- und Fraktionschef der AfD in Thüringen, das aktive und passive Wahlrecht zu entziehen. Merz ist zu viel unterwegs, um zu bemerken, welch ein aggressiver Virus durch die pathologisch geschädigten Hirne seiner politischen Zombietruppe spukt. Wobei … der Gedanke sollte nicht ganz verworfen werden, in Anbetracht der massiven Sabotageakte und der verursachten Schäden der Kartellschranzen während ihres schädlichen Treibens am deutschen Volkskörper.

    Lassen wir den Kräften freien Lauf, so wird die AfD in Magdeburg und Schwerin förmlich auf die Ministerpräsidentensessel katapultiert. Das Kartell tut wahrlich alles dazu Erforderliche. Unser inniger Dank wird ihm ewig nachschleichen. Besonders dafür, uns der Sorge zu entheben, mit welchen freischwirrenden Unionsfragmenten noch ein halbwegs anständiges Zusammenwirken vertretbar gewesen sein könnte.

  • 19:55 Uhr

    Leserbrief von Rudolf J., 09.07.2026

    Zu: Merz verteidigt neue Milliarden für die Ukraine: "Alles für den Frieden"

    "Der beste Wohlfahrtsstaat taugt nichts, wenn die Menschen nicht in Frieden und Freiheit leben können", sagte Merz am Rande des NATO-Gipfels in Ankara. Es gehe "jetzt wirklich ernsthaft um die Verteidigung unserer Freiheit, des Friedens auf dem europäischen Kontinent und des Wohlstandes, den wir uns erarbeitet haben", so Merz.

    Da muss man sich glatt mal bedanken für soviel Freiheit und den vielen Wohlstand. Nur ist der Wohlstand bei vielen Menschen nie angekommen, Herr Merz. Sie leben scheinbar auf einem anderen Stern. Es ist der Black Rock. Vielleicht muss Ihnen eine Oreschnik  erst auf die Füße fallen, dann wird es leider zu spät sein für Frieden. Ist eh schon erstaunlich, wie besonnen bisher Russland auf die Attacken der NATO, Deutschlands und anderer "Friedens- und Wohlfahrtsstaaten" reagiert hat. Das kann sich aber ändern! Leider gehen die Völker der EU nicht auf die Barrikaden, um diesen Kriegstreibern das Handwerk zu legen. Merz und Konsorten müssen weg. Krieg den Kriegstreibern, Friede den Friedliebenden in Europa und der Welt. Um den alten Satz von Georg Büchner zu aktualisieren. 

  • 19:45 Uhr

    Leserbrief von Thomas M., 09.07.2026

    Zu: NATO sagt der Ukraine weitere 70 Milliarden Euro zu – Deutschland treibt Initiative voran

    Ich interpretiere den NATO-Gipfel dahingehend, dass es den USA mit ihren Forderungen nach immer umfangreicheren militärischen Aufrüstungen zunehmend gelingt, Europa wirtschaftlich und damit auch innenpolitisch in die Knie zu zwingen. Denn die Kassen, insbesondere in Deutschland, sind leer. Die Schuldenaufnahme steigt und eine weitere mittelfristige Finanzierung des Kiewer-Regimes werden Merz und Klingbeil nicht durchstehen. Die Ankündigung von Trump über eine Lizensierung von Patriot-Raketen ist ein weiterer Schlag, da umsetzbar erst in Jahren, den Selenskij und Rutte verdauen müssen. Russland ist und bleibt damit in der Vorhand und hat keinen Grund von seinen Friedensbedingungen abzuweichen.

  • 19:40 Uhr

    Leserbrief von Gunnar V., 08.07.2026

    Zu: Trump erklärt Friedensabkommen mit Iran für beendet + Leserkommentare zu Bismarck

    Dass das mit dem Friedensabkommen nichts wird, war absehbar. Die zionistischen Staatsterroristen und der Tiefe Staat in den USA wollen keinen Frieden - die wollen Krieg gegen den Iran, bedingungslos. Dass das TRUMPel einknicken würde, da sein Intresse auch nur war, den Iran zu hintergehen, war absehbar. Mörder, Lügner, Betrüger, Diebe und Piraten pflegen sich nun mal genauso zu verhalten. Und wenn der Kerl es nicht schafft, die andere Seite zu betrügen, holt so einer (nicht nur aus gekränkter Eitelkeit), den Knüppel wieder raus. Soweit also nix Neues.

    Dem Diskussionsverlauf im Forum konnte ich entnehmen, dass unter uns Bismarck-Bewunderer weilen. Nun, jedem Tierchen sein Plaisierchen - allerdings ist der Mann für derartige "Anbetung" das falsche Objekt. Der werte Mitdiskutant erwähnt die "Sozialgesetzgebung" 1883 und meint, das feiern zu müssen. Er vergisst, dass die Angelegenheit immer ein zweischneidiges Schwert ist und war, nicht zuletzt durch das Verbot der (damals) noch sozialen Sozialdemokratie 1878 durch das "Sozialistengesetz", das sich ausdrücklich gegen die "gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie" richtete. Peitsche und Zuckerbrot; wer lesen kann, ist eben klar im Vorteil.

    Hier nun das Zitat: "Mein Gedanke war, die arbeitenden Klassen zu gewinnen, oder soll ich sagen zu bestechen, den Staat als soziale Einrichtung anzusehen, die ihretwegen besteht und für ihr Wohl sorgen möchte." (Zitiert nach: Gesammelte Werke (Friedrichsruher Ausgabe), 1924/1935, Band 9, S. 195/6) Offen gesagt, es handelte sich um ein Mittel des Betrugs, denn auch Bismarck war klar, wenn Arbeiter im Alter in absolute Armut fallen, könnten sie auf den Gedanken kommen, diesen Staat loswerden zu wollen. Wie das "ihr Staat" war, der für "sie sorgen möchte", durften die Proleten dann merken, als der gleiche Staat 1914 sie in Krieg und Tod hetzte. Bitterer Arbeiterzorn prägte damals die Losung: "Dividenden steigen, Proleten fallen." 

  • 19:35 Uhr

    Leserbrief von Dieter, 08.07.2026

    Zu:  "Europa muss zur Besinnung kommen": Roger Köppel interviewt RT-Chefin Margarita Simonjan

    Sehr geehrte Damen und Herren, die wunderbare Margarita Simonjan hat zu 100 % Recht und bei Roger Köppel ist die westliche Beschränktheit in Kombination mit Arroganz zu beobachten. Leider macht das die Sache umso gefährlicher: Hier im Westen ist nicht mal mehr der Hauch von gesundem Menschenverstand vorhanden. Ich nehme immer die Global Golden Klo Investment Group als Symbol für die kleine Gruppe, die den Krieg in der Ukraine will, dabei die Zerstörung von Deutschland und anderer Kulturen im wahrsten Sinne des Wortes in Kauf nimmt und gegen die sich Russland aktuell verteidigt. Und die hatten 70 Jahre lang ein 10 mal höheres Militärbudget als Russland, verfügen über ein unendliches Heer verdummter Söldner, sind nicht vertragsfähig - schon bei den Indianern nicht - und sind nicht gewohnt zu verlieren. Aus diesem Grund sind diese Leute eine Gefahr für die gesamte Menschheit. Meine Hoffnung und Bitte wäre es, das Russland diese Wahrheit mit China teilt und beide zusammen die Welt retten. Danke.

  • 19:30 Uhr

    Leserbrief von Rolf Schubert, 08.07.2026

    Zu: Fest unerhörter Großzügigkeit: Sterbehilfe-Legalisierung als Macrons Abschiedsgeschenk ans Volk  

    Die Tötung von Kranken ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und fällt unter den Nürnberger Kodex. Mit dieser Thematik habe ich mich befasst und die Grundlagen wurden bereits in der Zeit der Weimarer Republik geschaffen, beginnend schon im Wilhelminischen. Genauso, bei allem nötigen Respekt, nun auch in Frankreich. Euthanasie ist die Tötung von Kranken. Nichts anderes. Wer will den eine tatsächliche Freiwilligkeit nachweisen? Ein Arzt darf keine Mittel verabreichen, die dem Patienten schaden. Das ist deren Kodex und wie haben sie das unterm Hakenkreuz begründet? Minderwertiges Leben, lebensunwert. Ehrlich gesagt, nichts anderes darf man von der westlichen Dekadenz erwarten. 

  • 7.07.2026 17:35 Uhr

    17:35 Uhr

    Leserbrief von Rainer K., 05.07.2026

    Zu: Koalition will Zugang zu Informationen beschränken

    Die Koalition will das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) beschneiden. Es soll nur noch für natürliche Personen gelten, die ein "berechtigtes Interesse an einer Auskunft haben". Demokratie, so sie denn existiert, lebt durch das Volk. Ein Volk, das sich idealerweise engagiert, gewillt und in der Lage ist, sich in demokratische Prozesse verantwortungsbewußt einzubringen. Die Voraussetzungen dafür sind Wissen, Erkenntnis und die unbedingte Freiheit, beides zu erlangen.

    Um der Demokratie der alten Bundesrepublik Rechnung zu tragen, trat am 1. Januar 2006 das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) in Kraft. Das gewährte jedem Bürger das Recht auf freien Zugang zu amtlichen Informationen der Behörden. Auskünfte wurden erteilt an natürliche und juristische Personen, und ein Gebührendeckel von 500 Euro sorgte dafür, dass niemand Schindluder treiben konnte, um die Auskunftsersuchenden abzuschrecken.

    Was für ein blödes Verfahren, dachten sich UnsereDemokraten™ und nutzten flugs die Lücke zwischen Fußball und Krankschreibung, um dem Ding so ans Leder zu wollen, dass es einer Abschaffung gleichkäme. UnsereDemokratie™ verträgt sich halt nicht mit Freiheit und Transparenz. Der antagonistische Widerspruch UnsererDemokratie™ ist in sich selbst begründet, wie schon das besitzanzeigende Pronomen erkennen läßt.

    Das Informationsfreiheitsgesetz in seiner jetzigen Form macht es allen Menschen, Organisationen und Medien möglich, Anfragen und Auskünfte nach Dokumenten zu stellen. Ein hochwirksames Instrument, um dem Staat auf die Finger zu schauen. Unter dem fadenscheinigen Deckmantel des Schutzes der Mitarbeiter des Systems sollen künftig alle Namen geschwärzt werden. Auskunftsberechtigt sollen ausschließlich natürliche Personen sein, was es Medienunternehmen unmöglich machen würde, Auskünfte zu erhalten.

    Der Antragsteller soll ein "berechtigtes Interesse" nachweisen und begründen. Der Kostendeckel wird gesprengt, was die Bürokratie in die komfortable Lage versetzen soll, einen zähneknirschend gewährten Antrag k.o. auf die Bretter zu schicken. Falls der Antragsteller nicht schon zuvor daran scheiterte, dem Beamten unterwürfig und zufriedenstellend sein "berechtigtes Interesse" am Herrschaftswissen klarzumachen.

    Eine de facto Abschaffung der Informationsfreiheit bedeutete den Weg in die Diktatur des Herrschaftswissens. Staatliches Handeln würde quasi sakrosankt. Einer Aussetzung von Grundrechten und dem Wegputschen des Grundgesetzes, wie unter der Corona-Diktatur erfolgreich praktiziert, würde Tür und Tor geöffnet. Der ausgeuferte Staat versetzte sich nachhaltig in eine Unantastbarkeit, in deren Obhut er sich heute schon wähnt. Sorgen wir dafür, dass die Putschisten ihr blaues Wunder erleben mögen!

  • 17:30 Uhr

    Leserbrief von Peter F., 05.07.2026

    Für mich und sicher für viele Schweizer ist es ungeheuerlich, was in Deutschland passiert. In den 80ger Jahren gehörtet Ihr zu den besten weltweit, und jetzt dürft ihr noch die Schlusslichter spielen. Und jetzt, so wie ich die deutschen Freunde kenne, geht die Suche nach den Schuldigen los!!! Ich war mein Leben lang Unternehmer. Als ich eine Firma gründete, habe ich mir zuerst die Ziele dieser Firma in diversen Belangen definiert. Und erst dann weitere Detailstränge definiert. Wenn man das seriös weiter entwickelt, ergibt sich eine gemeinsam entwickelte Strategie. Die Zahlen laufen selbstverständlich im Hintergrund immer mit. So plant und konzediert man ein Unternehmen, Firma. Wer das nicht gelernt hat, ist meistens der Verlierer oder weniger Erfolgreichere.

  • 17:25 Uhr

    Leserbrief von Felix M., 04.07.2026

    Zu: Fregatten-Ersatz für U-Boot-Jagd ungeeignet

    Na das ist doch schön. Dann sterben weniger Meerestiere wie Wale durch die lautesten Lautsprecher der Welt.

    >>Gemini, sind Unterwasser Sonare zur U-Boot Jagd die lautesten Lautsprecher der Welt? <<

    >>Ja. Militärische Aktiv-Sonarsysteme zur U-Boot-Jagd, insbesondere Niederfrequenz-Aktivsonare (LFAS), gehören zu den leistungsstärksten und lautesten künstlich erzeugten Schallquellen der Welt.

    Technische Details und Dezibel:

    - Die Lautstärke: Diese Systeme erzeugen Schalldrücke von bis zu 240 Dezibel (dB) im Wasser.

    - Der Wasserfaktor: Dezibelangaben für Wasser und Luft sind nicht identisch, da Wasser dichter ist und Schallwellen darin weiter und effizienter reisen. Ein Wert von 240 dB unter Wasser entspricht in etwa der Lautstärke von 235 dB in der Luft – verglichen mit einem Raketenstart in unmittelbarer Nähe.

    - Vergleich: Zum Vergleich: Ein lautes Rockkonzert erreicht etwa 120 dB. Die Stärke dieser Sonare ist so extrem, dass sie den Schall über Hunderte von Kilometern übertragen und bei nahen Objekten tödlich wirken können.

    Gefahren für Mensch und Tier:

    - Bedrohung für Meeressäuger: Die enormen Schallwellen können bei Walen und Delfinen schwere Orientierungslosigkeit, innere Verletzungen und im schlimmsten Fall den Tod auslösen (oft durch Panik und zu schnelles Auftauchen, was zu Taucherkrankheiten führt).

    - Tödliche Schockwellen: Wenn ein Mensch sich in unmittelbarer Nähe eines aktiven Sonars befindet, können die Schallwellen Lungenbläschen zerreißen und innere Blutungen im Gehirn verursachen. <<

    >> Gemini, um es ganz kurz in einem Leserbrief zu beschreiben: 240 Dezibel ist aber von der Lautstärke her nicht das Doppelte von 120 Dezibel, denn die Skala ist ja logarithmisch. Das Wievielfache sind 240 Dezibel tatsächlich im Vergleich zur Lautstärke eines Rockkonzertes mit 120 Dezibel?<<

    >> 240 Dezibel sind von der physikalischen Energie her das 1-Billionen-Fache (eine 1 mit 12 Nullen) von 120 Dezibel. Rein von der menschlich wahrgenommenen Lautstärke her entspricht das etwa einer 4.000-fachen Verdopplung. Da es sich um einen kurzen Leserbrief handelt, bieten sich zwei knackige Formulierungen an, je nachdem, worauf du den Fokus legen willst:

    - Fokus auf die physikalische Zerstörungskraft: 240 Dezibel sind nicht das Doppelte von 120 Dezibel, sondern die Skala ist logarithmisch. Physikalisch entspricht dieser Sprung dem 1-Billionen-Fachen der Schallenergie – ein Wert, der in unserer Atmosphäre gar nicht mehr als Ton existieren kann, sondern alles zerreißt.

    - Fokus auf die hörbare Lautstärke (theoretisch): Da die Dezibel-Skala logarithmisch ist, bedeutet eine Erhöhung um 10 Dezibel bereits eine Verdopplung der gefühlten Lautstärke. 240 Dezibel sind daher nicht das Doppelte, sondern theoretisch das Milliardenfache der wahrgenommenen Lautstärke von 120 Dezibel.<<

    Dank Dir, Gemini! Ruhe in Frieden, Timmy!

  • 17:20 Uhr

    Leserbrief von Kurt S., 04.07.2026

    Zu: Leserbrief von Margot K., 24.06.2026, zum Thema "Erinnerungen aus Österreich an die Nachkriegszeit"

    Ja, die Russen sind in Wien nicht beliebt, ausser es wären Netrebko oder Nurejew. Die angeführte Anekdote im besonders boshaften Stil, ist eine liebevolle Geschichte, die die zähen Verhandlungen demonstriert und Figl im eher freundschaftlichen Stil mit den Vertretern der Sowjetunion im Endeffekt den Staatsvertrag zur Reife gebracht hat (das entstammt einer satirischen Karikatur in einer Tageszeitung). Um das zu verstehen, müßte der Wiener Schmäh verinnerlicht werden, das kann man jedoch von Leuten nicht erwarten, die für gewöhnlich meinen, eine Palatschinke wären eine spezielle Art des Schinkens.

    Dass Wien nahezu unversehrt geblieben ist, höre ich das erste Mal. Der Stefansdom ist abgebrannt, die Oper mußte neu aufgebaut werden. Wie der Schutt in den restlichen Bezirken aussah, kann wohl bestens im Film "Der dritte Mann" betrachtet werden. Abgesehen davon gibt es die legendären "Trümmerfrauen", die wohl bei einer Unversehrtheit der Stadt nicht erwähnt würden.

    Wien war vom 13. April 1945 bis 1. September 1945 ausschließlich unter sowjetischer Verwaltung, was wohl nicht wirklich zu einem freundschaftlichen Verhältnis geführt hat, da sich wohl niemand von der Roten Armee befreit gefühlt hat. Die zwei ersten Teile des Filmes "Der Bockerer" stellen die generelle Stimmung bestens dar. Im Gegensatz zu anderen pflegt die Stadt Wien das Denkmal für die Gefallenen der Roten Armee noch immer akribisch. Die unbedarfte Wiener Fremdenführerin wird sich natürlich für die Belehrungen bedanken, das muss schon ein Maß an Höflichkeit gewesen sein, dass sich diese den deutschen Touristen gegenüber zurückhielt, ein echter Wiener hätte dazu schon ernsthaft seine Meinung kundgetan...

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