Nahost

Liveticker Iran-Krieg: USA prüfen Optionen für gezielte Tötungen gegen Teile der iranischen Führung

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen den Iran begonnen haben. Der Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
Liveticker Iran-Krieg: USA prüfen Optionen für gezielte Tötungen gegen Teile der iranischen Führung
  • 24.04.2026 11:00 Uhr

    11:00 Uhr

    Bei Wiederfreigabe der Straße von Hormus: EU macht Iran ein Angebot

    Die EU-Staaten ringen um den richtigen Kurs im Umgang mit dem Iran-Krieg und den dadurch deutlich gestiegenen Energiepreisen. Bei einem informellen Gipfeltreffen in Zypern berieten die Staats- und Regierungschefs bei einem Abendessen über mögliche Schritte zur Deeskalation der Lage.

    Zuvor hatte die Bundesregierung mitgeteilt, sie sei bereit, gemeinsam mit ihren Partnern schrittweise Sanktionen gegen Iran zu lockern, sofern es zu einer umfassenden Vereinbarung über die Wiederfreigabe der Straße von Hormus kommt.

    Eine Lockerung von Sanktionen würde einem erheblichen Zugeständnis gleichkommen, insbesondere da die EU ihre Strafmaßnahmen gegen Iran nach den Protesten zu Jahresbeginn noch einmal verschärft hatte.

    Heute sollen in der zyprischen Hauptstadt Nikosia die Gespräche zum Iran-Konflikt mit Vertretern aus der Region fortgesetzt werden. Zu den Teilnehmern zählen unter anderem die Präsidenten Ägyptens, des Libanon und Syriens sowie Jordaniens Kronprinz.

    Bereits gestern ging es bei dem Gipfel auch um mögliche Maßnahmen, um die Energiekosten für Europas Verbraucher und Unternehmen zu senken. Dies bestätigte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nach dem Ende der Beratungen in der Nacht. Ihre Behörde hatte zuvor unter anderem vorgeschlagen, die Kraftstoffversorgung stärker zu koordinieren, um Flugausfälle zu vermeiden.

  • 10:30 Uhr

    Pentagon prüft Optionen gegen Teile der iranischen Führung, sogenannte Hardliner

    Eine weitere vom Pentagon entwickelte Option sieht vor, einzelne iranische Militärführer und andere "Blockierer" eines Deals im Sinne Trumps innerhalb des iranischen Staates ins Visier zu nehmen, die nach Einschätzung US-amerikanischer Offizieller die Verhandlungen aktiv untergraben sollen, berichtete CNN. Dazu gehöre auch Ahmad Vahidi, der als Oberbefehlshaber der iranischen Revolutionsgarde fungiere.

    "Aus Gründen der Operationssicherheit äußern wir uns nicht zu zukünftigen oder hypothetischen Bewegungen", antwortete ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf die Frage nach Zielplanungen. "Das US-Militär stellt dem Präsidenten weiterhin Optionen zur Verfügung, und alle Optionen bleiben auf dem Tisch."

    Trump hat wiederholt behauptet, die Führung der Islamischen Republik sei "zersplittert", nachdem gemeinsame US-israelische Operationen eine Reihe hochrangiger Offizieller getötet hätten, darunter auch den obersten Führer des Landes. In einem Beitrag in sozialen Medien vom Donnerstag verwies Trump auf eine angebliche Spaltung zwischen der Revolutionsgarde und Mitgliedern der Regierung, die an Gesprächen mit den USA beteiligt gewesen seien, als eine der Hürden für eine diplomatische Einigung. Teheran wies Trumps Behauptungen über interne Streitigkeiten innerhalb der Regierung mehrfach zurück.

  • 10:00 Uhr

    USA erwägen intensivere Angriffe auf iranische Ziele rund um die Straße von Hormus

    US-Militärbeamte entwickeln laut einem CNN-Bericht neue Pläne, um im Falle eines Scheiterns der aktuellen Waffenruhe mit Iran dessen Fähigkeiten in der Straße von Hormus zu schwächen.

    Während das Militär die iranische Marine ins Visier genommen hat, konzentrierte sich ein Großteil der Bombardements im ersten Monat auf Ziele abseits der Meerenge, die es dem US-Militär ermöglichen sollten, weiter ins Landesinnere Irans vorzudringen. Die neuen Pläne sehen eine deutlich stärker fokussierte Bombenkampagne rund um die strategisch wichtige Wasserstraße vor.

    Zu den geprüften Optionen zählen Luftangriffe mit besonderem Fokus auf die "dynamische Zielauswahl" iranischer Fähigkeiten und Verteidigungslinien rund um die Straße von Hormus sowie im südlichen Persischen Golf und im Golf von Oman. Dabei geht es insbesondere um mögliche Schläge gegen kleine Schnellboote, Minenlegeeinheiten und andere asymmetrische Mittel, mit denen Teheran die Meerenge blockiert und als Druckmittel gegenüber den USA einsetzt.

    Die Hormus-Blockade hat erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ausgelöst und droht die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump zur Senkung der Inflation in den Vereinigten Staaten ins Leere laufen zu lassen. Sie besteht trotz einer Waffenruhe fort, aufgrund derer die am 7. April begonnenen US-Angriffe pausiert hat.

    Militärische Angriffe rund um die Meerenge allein werden voraussichtlich nicht ausreichen, um die Wasserstraße sofort wieder zu öffnen. "Sofern Sie nicht eindeutig beweisen können, dass 100 Prozent der militärischen Fähigkeiten Irans zerstört sind, oder mit nahezu absoluter Sicherheit sagen können, dass die USA das Risiko mit ihren eigenen Fähigkeiten kontrollieren können, wird es letztlich darauf hinauslaufen, wie viel Risiko [Trump] bereit ist zu akzeptieren und Schiffe durch die Meerenge zu schicken", sagte eine mit der militärischen Planung vertraute Quelle gegenüber CNN.

  • 09:04 Uhr

    Teheran weist Trumps Behauptungen über Streit innerhalb der Regierung zurück

    Als Reaktion auf Trumps Behauptung, es herrsche "Uneinigkeit" und Verunsicherung in den politischen Führungsebenen Teherans, haben hochrangige Regierungsvertreter am gestrigen Abend gleichlautende Erklärungen auf X veröffentlicht, um damit die politisch geschlossene Einheit wiederzuspiegeln.

    Daran beteiligt waren unter anderem Irans Präsident Pezeschkian, Außenminister Araghtschi, Parlamentspräsident Ghalibaf, Vizepräsident Aref sowie weitere führende Persönlichkeiten der Staatsspitze.

    Die veröffentlichte Botschaft lautet:

    "Im Iran gibt es keine Radikalen oder Gemäßigten; wir sind alle 'Iraner' und 'Revolutionäre', und mit der eisernen Einheit der Nation und der Regierung, mit vollkommenem Gehorsam gegenüber dem Obersten Führer der Revolution, werden wir den Aggressor seine Taten bereuen lassen."  

  • 08:38 Uhr

    Trump verkündet die Verlängerung der Waffenpause zwischen Israel und Libanon

    Die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon wird laut US-Präsident Donald Trump um drei Wochen verlängert. Das offizielle Ende war nach ersten Konsultationen zwischen den beiden Parteien für den kommenden Sonntag ausgehandelt worden.

    Nun informierte Trump auf Truth Social über erneute Gespräche in Washington. Dazu heißt es, dass er persönlich sowie der US-Vizepräsident J. D. Vance, US-Außenminister Marco Rubio zusammen mit dem US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, und dem US-Botschafter im Libanon, Michel Issa, eine Gruppe von "hochrangigen Vertretern Israels und des Libanons" im Oval Office trafen.

    Final heißt es:

    "Das Treffen verlief sehr gut! Die Vereinigten Staaten werden mit dem Libanon zusammenarbeiten, um ihm dabei zu helfen, sich vor der Hisbollah zu schützen. Der Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon wird um drei Wochen verlängert."

    Demnach seien zeitnahe weitere Gespräche zwischen Israels Ministerpräsidenten Bibi Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun geplant.

  • 08:20 Uhr

    Washington fordert von Teheran Ende von Hisbollah-Finanzierung

    Nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump soll die iranische Staatsführung ihre finanzielle Unterstützung für die im Libanon agierende Hisbollah-Miliz einstellen.

    Trump bekräftigte, dass unter seiner Präsidentschaft militärische, wie finanzielle Unterstützungen für Stellvertretergruppen im Nahen Osten, darunter federführend die Hisbollah, eingestellt werden. Dies als elementarer Teil eines möglichen Abkommens zwischen Washington und Teheran zur Beendigung des US-israelischen Krieges gegen Iran. 

  • 13.04.2026 21:10 Uhr

    21:10 Uhr

    Zweite Verhandlungsrunde zwischen Iran und den USA am Donnerstag?

    Eine zweite Runde direkter Verhandlungen zwischen Vertretern Irans und der USA könnte laut unbestätigten Medienberichten am Donnerstag in Pakistans Hauptstadt Islamabad stattfinden. 

    Nach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran haben sich die Iraner nach Darstellung von US-Präsident

    Zuvor am Montagmittag hatte Donald Trump behauptet, Iran hätte sich bei den USA gemeldet. "Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden." Laut dem US-Präsidenten wolle Teheran "unbedingt einen Deal machen". Entsprechende Äußerungen aus Iran sind jedoch nicht bekannt. 

    Allerdings zeigte sich Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Asif hoffnungsfroh, dass es bald zu einer Fortsetzung der Gespräche kommt. Man sei zufrieden, dass es nach der ersten Verhandlungsrunde keine negativen Entwicklungen gegeben habe, so Asif am Montag gegenüber Medien. 

    "Es wurden ausschließlich positive Fortschritte beobachtet", sagte er und deutete damit an, dass die laufenden diplomatischen Bemühungen in eine konstruktive Richtung gingen. Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Iran und den USA werde in Kürze erwartet, fügte der Minister hinzu, dessen Land zwischen den USA und Iran vermittelt. 

  • 11:40 Uhr

    Iran nimmt Bahnverkehr auf kriegsbeschädigten Strecken wieder auf

    Iran hat den Bahnverkehr auf wichtigen Strecken wieder aufgenommen, nachdem im Krieg beschädigte Gleisabschnitte repariert wurden.

    Wie staatliche Medien berichteten, haben die Behörden in den letzten Tagen mit Wiederaufbauarbeiten an Brücken, Bahnstrecken und anderer Infrastruktur begonnen, die während der fast 40-tägigen Kämpfe beschädigt worden waren.

    In der nordwestiranischen Region Aserbaidschan erklärte der Generaldirektor der Eisenbahn, dass der Zugverkehr von der Stadt Täbris in Richtung der Hauptstadt Teheran und nach Maschhad im Nordosten wieder aufgenommen worden sei.

    Eine Eisenbahnbrücke in der Nähe der Stadt Qom südlich von Teheran wurde am Samstag nach Wiederaufbauarbeiten wiedereröffnet, die "weniger als 40 Stunden" dauerten, sagte Khosrow Samari, stellvertretender Gouverneur der Provinz Qom.

    Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani sagte bereits am Sonntag, der Wiederaufbau der beschädigten Gebäude werde zwischen drei Monaten und zwei Jahren dauern.

  • 11:22 Uhr

    China ruft alle Seiten zur Besonnenheit auf

    Das chinesische Außenministerium ruft zur Besonnenheit auf. Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, eine Seeblockade in der Straße von Hormus zu verhängen, wird in Peking kritisch gesehen.

    Die Gewährleistung der Sicherheit, Stabilität und ungehinderten Durchfahrt dieser wichtigen Wasserstraße liege im gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft, erklärte der Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun, und fügte hinzu, dass China bereit sei, mit allen Seiten zusammenzuarbeiten, um die Energiesicherheit und -versorgung zu gewährleisten.

  • 10:46 Uhr

    Iranische Streitkräfte bezeichnen US-Blockade als "illegale" Handlung

    Das vereinigte Kommando der iranischen Streitkräfte erklärte, Häfen am Arabischen Golf und am Omanischen Meer seien "entweder für alle da oder für niemanden", wie der staatliche Sender IRIB berichtete.

    "Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran betrachten die Verteidigung der gesetzlichen Rechte unseres Landes als eine natürliche und rechtliche Pflicht, und dementsprechend ist die Ausübung der Souveränität der Islamischen Republik Iran in den Hoheitsgewässern unseres Landes das natürliche Recht der iranischen Nation", zitierte IRIB die iranischen Streitkräfte.

    "Dem Feind nahestehende Schiffe" hätten kein Recht, die Straße von Hormus zu passieren, während anderen Schiffen die Durchfahrt vorbehalten sei, vorbehaltlich der Vorschriften Teherans, hieß es in der Erklärung.

    "Die kriminelle Auferlegung von Beschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern durch die USA ist eine illegale Handlung und kommt Piraterie gleich."

    Sollte die Sicherheit der Häfen bedroht sein, werde kein Hafen in der Region "sicher sein", hieß es in der Erklärung.

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